Baugrundgutachten & Bodengutachten
Ein Baugrundgutachten zeigt, wie der Boden unter Ihrem geplanten Gebäude aufgebaut ist, wie tragfähig er ist und wo das Grundwasser steht – und empfiehlt daraus die passende Gründung. Die Grundlage für Statik, Kostenplanung und Baugenehmigung.
Wann Sie ein Baugrundgutachten beauftragen sollten
Am besten schon vor dem Kauf des Grundstücks: Mit einem Baugrundgutachten lassen sich die Kosten für das restliche Bauvorhaben deutlich genauer festlegen. Spätestens in der Planungsphase braucht der Statiker die Baugrundkennwerte.
Besonders wichtig ist ein Gutachten, wenn
- ✓ein Keller oder eine Tiefgarage geplant ist,
- ✓das Grundstück in einem Gebiet mit hohem Grundwasser liegt (z. B. Erdinger, Freisinger oder Dachauer Moos),
- ✓früher ein Öltank, Gewerbe oder Industrie auf der Fläche war,
- ✓es sich um eine wiederverfüllte Kiesgrube oder aufgefülltes Gelände handeln könnte,
- ✓Regenwasser auf dem Grundstück versickert werden soll.
Werden Altlasten, Kampfmittel oder schlechter Baugrund erst beim Aushub entdeckt, entstehen meist Stillstandskosten und Sonderpreise, etwa für die Entsorgung belasteter Böden. Mehr dazu auf unserer Seite Altlasten.
Diese Fragen beantwortet das Gutachten
- ✓Wie hoch steht das Grundwasser, brauche ich eine Wasserhaltung?
- ✓Muss der Aushub als belastet entsorgt werden?
- ✓Welche Böden stehen an – verdichten oder austauschen?
- ✓Ist ein Verbau erforderlich, was ist zu beachten?
- ✓Kann Regenwasser vor Ort versickern oder muss es in den Kanal?
- ✓Wie tragfähig sind die Böden?
- ✓Ist eine Grundwasserwärmenutzung möglich?
Zur Versickerung: Meist wird gefordert, Regenwasser auf dem Grundstück zu versickern. Eine Einleitung in den Kanal ist oft nur zulässig, wenn nachgewiesen ist, dass die Versickerung nicht möglich ist – etwa durch Siebanalysen aus verschiedenen Tiefen.
Was im Baugrundgutachten steht
Direkt verwendbar für Tragwerksplaner, Architekt und Baufirma.
Schichtenaufbau
Beschreibung der angetroffenen Böden mit Schichtenprofilen der Sondierungen und Einteilung in Homogenbereiche für die Ausschreibung der Erdarbeiten.
Kennwerte & Grundwasser
Bodenkennwerte für die Statik, gemessene Wasserstände und eine Einschätzung des Bemessungswasserstands.
Empfehlungen
Gründungsempfehlung, Hinweise zu Baugrube, Verbau und Wasserhaltung, Aussagen zur Versickerung und zum Umgang mit dem Aushub.
Wie wir den Baugrund untersuchen
Feldarbeit und Labor liegen bei uns in einer Hand: Der Geologe, der sondiert, wertet auch aus und schreibt den Bericht.
Ein Gestänge mit genormter Spitze wird in den Boden gerammt. Ein 50 kg schweres Fallgewicht fällt dabei aus einer festgelegten Höhe auf das Gestänge; gezählt werden die Schläge je 10 cm Eindringtiefe. Aus den Werten lässt sich die Lagerungsdichte und damit die Tragfähigkeit der Böden ableiten.
Ein hohles Gestänge wird mit einem Stemmhammer in den Boden getrieben und wieder gezogen, um Bodenproben zu gewinnen. Nach jedem Meter bis anderthalb Meter wird das Gestänge gezogen und die Schappe geleert. So sehen wir den Schichtenaufbau direkt.
Liegt ein Untersuchungspunkt auf befestigter Fläche, wird zuerst der Asphalt oder Beton durchbohrt, bevor sondiert werden kann.
In allen Bohrlöchern messen wir anschließend den Wasserstand mit einem Lichtlot.
In unserem bodenmechanischen Labor bestimmen wir Wassergehalt, Durchlässigkeit (kf-Wert) und Konsistenz. Bei körnigen Böden erfolgt eine Siebanalyse: Proben werden gewogen, getrocknet, gesiebt und die Kornfraktionen einzeln gewogen. Bei tonigen Böden bestimmen wir stattdessen Fließ- und Ausrollgrenze und damit Konsistenz und Plastizität.
Pumpversuche, zum Beispiel für die Planung einer Grundwasserwärmenutzung, Versickerungsversuche sowie Haufwerksbeprobungen für die Entsorgung von Aushub.

Was kostet ein Baugrundgutachten?
Das hängt vor allem von Größe und Art des Bauvorhabens ab, von Keller oder Tiefgarage, Grundwasser, befestigten Flächen und möglichem Altlastverdacht. Bei uns wird nur abgerechnet, was tatsächlich gearbeitet wurde.
Kosten & KostenfaktorenWo wir Baugrund untersuchen
Werdegang
Während des Studiums hat Florian Niggl für das Ingenieurbüro BGU Baugrundgutachten bearbeitet – unter anderem in Kempten, Stuttgart, Landshut und Rosenheim. Mit dem ehemaligen Chef und BGU-Mitgründer Thomas Müller-Saulewicz besteht weiterhin eine enge Zusammenarbeit.
Projekte seit der Gründung
Baugrundgutachten, Pumpversuche und Haufwerksbeprobungen unter anderem in Freising, Erding, Pfaffenhofen, Kranzberg, Landshut, Hallbergmoos, Aufkirchen, Fürholzen, Bachau, Unterhaching, Lindau, Eching, Ebersberg, Zolling, Moosburg und Mintraching.

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